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Die fabelhaften Chiavalon Brüder, (Olivenöl)Macher

Vilijam Zufic am 05.11.14 - Zuletzt aktualisiert am 05.03.2019 um 17:01 Uhr

Links Sandi und rechts Tedi Chiavalon im Selfie
Links Sandi und rechts Tedi Chiavalon im Selfie

Die Brüder Tedi und Sandi Chiavalon aus Vodnjan sind beide noch in ihren Dreißigern, haben aber bereits, als Pioniere auf mehreren für Istrien sehr wichtigen Feldern, tiefe Spuren hinterlassen. Die beiden Lokalpatrioten und Familienväter (beide sind verheiratet und haben zwei Kinder) sind weiterhin voller Tatendrang, risiko- und experimentierfreudig und aus Überzeugung, kompromisslos der Qualität und Einzigartigkeit ihrer Produkte gewidmet.

Sandi Chiavalon

Bereits als 13-Jähriger pflanzte Sandi, der jüngere der beiden Chiavalon Brüder, mit seinem Großvater seine ersten Olivenölbäume, und setzte damit den Grundstein für die Entwicklung des Familienbetriebs. Eigentlich aber auch für die Renaissance, oder besser, den Beginn der Herstellung von qualitativ hochwertigem Olivenöl auf der Halbinsel. Vor seinen ersten Oliven, erntete er damit allerdings erst mal Verwunderung seitens der Einwohner des kleinen Städtchens Vodnjan bei Pula. Landwirtschaft (Sandi ist Dipl. Agronom) zählte Mitte der Neunziger in Istrien nicht zu den attraktivsten Tätigkeitsfeldern, und brachte auch keine Punkte bei den Mitschülern. Die Verwunderung und Häme stieg noch weiter, als er mit der Olivenernte wochenlang vor allen anderen Bauern begann, dazu später mehr.

Junge Olivenbäume in den Hainen der Chiavalons in Vodnjan. Foto: Facebook
Junge Olivenbäume in den Hainen der Chiavalons in Vodnjan. Foto: Facebook

Tedi Chiavalon

Tedi Chiavalon wurde, notgedrungen, bereits Ende seiner Teens Unternehmer, und zwar ein sehr erfolgreicher. Er übernahm den Aluminiumbaubetrieb des verstorbenen Vaters, und vermittelte im Handel italienischer Firmen mit kroatischen und Firmen aus Bosnien und Herzegowina. Danach stieg er in die Politik ein (er war von 2008 bis Anfang 2014 Generalsekretär der in Istrien seit Anfang der Neunziger regierenden Regionalpartei IDS) und studierte Wirtschaft (Dipl. Ökonom). Während der ganzen Zeit stand er seinem Bruder in der Entwicklung des Landwirtschaftsbetriebs OPG Chiavalon bei. Seit Anfang des Jahres ziehen beide Brüder in Vollzeit an einem Strang.

das OPG Chiavalon ist ein Familienbetrieb und der Nachwuchs macht schon mit. Foto: Facebook
Das OPG Chiavalon ist ein Familienbetrieb und der Nachwuchs macht schon mit. Foto: Facebook

Das Chiavalon Olivenöl

Das Chiavalon Olivenöl Ex albis ist ein Blend aus mehreren autochthonen Olivensorten. Die Mischung mehrerer Sorten soll die beständige Qualität des Öls sichern und den Einfluss saisonbedingter Schwankungen mindern. Dies hat sich bisher als Volltreffer erwiesen, das Öl der Chiavalons wird Jahr für Jahr, als eines der besten Olivenöle weltweit prämiert. Die Oliven von den nunmehr 7000 Olivenbäumen werden von Hand geerntet und noch am selben Tag in der Olivenölmühle Grubić, im 11 Kilometer entferntem Bale gepresst. Dies ist unter anderem deshalb wichtig, um den extrem hohen Phenolgehalt (ein Antioxidans) zu sichern.

Am wichtigsten für die Qualität und den gesundheitlichen Nutzen des chiavalonschen Olivenöls ist die sehr frühe Ernte. Sandi Chiavalon revolutionierte dies, und wurde zu Anfang für seine Oktoberernten von anderen Bauern als naiv angesehen. Der Ertrag solch einer frühen Ernte ist nämlich viel geringer als bei einer späteren Ernte, die Qualität des Öls ist jedoch unvergleichbar. Heutzutage gibt der jüngere Chiavalon den Startschuss zur Ernte in Istrien.

Pionierarbeit leistete das OPG Chiavalon auch im Produktdesign. Die Verpackung des Ex albis erhielt 2007 den Red Dot Award für Produktdesign. Die Geschichte des Olivenöls in Istrien erzählen die Brüder gerne bei einer sehr lehrreichen Verkostung vor Ort. Diese sind individuell buchbar und können auch um ein Galadinner mit lokalen Spitzenköchen erweitert werden.

Wie einige andere Olivenöle der Halbinsel ist Ex albis ein ehrliches Olivenöl – nichts drin außer biologisch angebauter, frisch vom Baum geernteter und nach allen Regeln der Kunst gepresster Oliven. In Deutschland und Österreich soll das Öl ab der heurigen Ernte auch über den österreichischen Olivenölpapst Heinrich Zehetner vertrieben werden. Ordern kann man per Email an info@chiavalon.hr. In Deutschland bekommt man das Ex Albis auch bei Albanese-Musik.de.

Neue Unternehmungen und Zukunftspläne der Chiavalons

Leise (für ihn ungewohnt) und bescheiden (gewohnt) brachte Tedi im Sommer eine Salami zum Probieren mit ins Camp. Die Salami bestand aus Fleisch von schwarzen Schweinen die vollkommen frei in den Olivenhainen und dem angrenzenden Eichenwald der Familie leben. Bei der Salami handelte es sich um die erste Charge eines vielversprechenden neuen Produkts welches die Brüder auf den Markt bringen wollen.

Das Hauptinteresse der Familie wird aber weiterhin das Olivenöl bleiben. Man plant die Produktionsmengen weiterhin zu steigern, man will aber nicht über die Maßen wachsen, in denen die Familie nicht die Übersicht über alle Herstellungsphasen hätte. Eventuell soll eine eigene Mühle gebaut werden. Unten sind die Istrien Tipps der beiden. Gespannt waren wir auf die Olivenöl Empfehlung.

Das Öl bleibt weiterhin im Mittelpunkt. Sandi Chiavalon bei der Verkostung. Foto: Istria-Gourmet.hr
Das Öl bleibt weiterhin im Mittelpunkt. Sandi Chiavalon bei der Verkostung. Foto: Istria-Gourmet.hr

Istrien-Tipps von Tedi und Sandi Chiavalon

Restaurants: Batelina, Banjole; Viking, Lim Kanal

Konobas, Agrotourismen: Vodnjanka in Pula; Alla Beccaccia in Valbandon, Puli Pineta in Žminj

Bars & Cafés: Milan, Pula am Markt; Sirena, Pula auf dem Forum

Pizzeria: Tivoli, Pula

Wein: jeden Tag je eine gesundheitsfördernde Runde istrischen Malvasia und Teran

Olivenöl: hahahahaah

Andere Produkte: Steak vom Boškarin Rind, Salami von unseren schwarzen Schweinen, Sashimi vom Thunfisch aus der Adria, Srdele na savor (in Essig, Zwiebeln und Öl eingelegte Sardellen), rohe Scampi, Wildspargel, Röhrling

Was muss man in Istrien sehen/erleben: Kap Kamenjak, Nationalpark Brioni/Brijuni, Rovinj, Kotli, Motovun

Architektur: die Leuchtenden Giganten von Dean Skira in Pula, Weingut Kozlović in Momjan von Željko Burić, Hotel Lone in Rovinj, das Amphitheater in Pula, das Festungssystem der Stadt Pula, die Kažuni um Vodnjan