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Überraschung bei Tauchexpedition zum Wrack der Egeria

Vilijam Zufic am 09.06.14 - Zuletzt aktualisiert am 05.03.2019 um 17:01 Uhr

Der Mast des Wracks ragt hoch empor. Quelle: Diving center Shark Medulin
Der Mast des Wracks ragt hoch empor. Quelle: Diving Center Shark Medulin

Am 7. Dezember 2013 unternahmen neun Ausbilder und technische Taucher von Acquelibere Sub aus Padua und des Shark Diving Centers Medulin eine Expedition zum Wrack des U-Jagd-Boots “Egeria”, das in einer Tiefe von 63 Metern 16 Seemeilen von der Insel Premuda versenkt wurde. Das Ziel der Expedition war es, das Wrack zu identifizieren und die aktuellen Bedingungen zu dokumentieren.

Die Teilnehmer an der Expedition zum Wrack. Quelle: Diving Center Shark Medulin
Die Teilnehmer an der Expedition zum Wrack. Quelle: Diving Center Shark Medulin

Am 29. Februar 1944 war die Egeria als Begleitung des Frachtschiffes “Kapitän Diedrichsen”, der ehemaligen “Sebastiano Venier II”, ausgefahren. Die Egeria war ein Schiff von 670 Bruttorregistertonnen, 64.4 Meter in der Länge und mit 3.500 PS in der Lage 18 Knoten zu erreichen.

Sie verließ den Hafen von Pula als Teil der “Frechdachs” Operation in Richtung Süden um Proviant vom Norden der Adria auf die von der Wehrmacht besetzten Inseln im Ägäischen Meer zu bringen. Um 21:44 wurde die „Egeria“ vom Französischen Zerstörer “Le Malin” mittig getroffen und sank 16 Meilen vor Premuda. Die Besatzung sank mit dem Schiff. Die Diedrichsen sank von “Le Terrible” getroffen ebenfalls beim Angriff.

Während der schwierigen Suche teilten sich die Mitglieder der Expedition in Teams auf und nutzten Unterwasser-Scooter. Sie tauchten zu einer maximalen Tiefe von 63 Metern für 40 Minuten mit Helium Mischung. Die Techniken und die verwendeten Geräte, kombiniert mit der exzellenten Wetter-und Meeresbedingungen in der Region und gute Sicht auf dem Meeresgrund, machten es möglich viele Fotos außerhalb des Wracks zu schießen. Die Fotos konnten die Identität des Wracks nicht bestätigen. Es soll sich um ein unbekanntes Wrack handeln!

Noch ein Foto vom Wrack. Quelle: Diving Center Shark
Noch ein Foto vom Wrack. Quelle: Diving Center Shark

Das ganze Wrack liegt auf dem Sandboden und ist zum größten Teil von großen Fischernetzen, die die den Aufbau und das Kommandodeck komplett abdecken, umwoben. Der beeindruckende Mast ragt hoch empor. Propeller und Ruder sind ganz im Sand versunken.

Mitglieder der Expedition waren Adriano Ballarin, Cubadda Patrizia, Alberto Dabala (Fotograf), Michael Favaron (Fotograf), Mark Frison (Video-Operator), Franco Giordani, Massignan Diego, Aleksandar Pasic und Roberto Zagatti.

Die Expedition wurde von Acquelibere Sub Padua und Shark Diving Center Medulin (komplette Logistik) organisiert. Das Diving Center befindet sich im Camp Medulin. Um Istrien gibt es viele Wracks aus beiden Weltkriegen.

Am 12. August 2014 eröffnet in Pula eine große Ausstellung im Geschichts- und Schifffahrtsmuseum (Povijesni i pomorski muzej Istre – PPMI) über die vor hundert Jahren vor den Brijuni Inseln gesunkene “Baron Gautsch”. Wir werden darüber noch weiter berichten da wir vom Museum für die Deutsch- Übersetzung des Katalogs der Ausstellung engagiert wurden.

Der Eingang zum PPMI in Pula. Foto: PPMI.hr
Der Eingang zum PPMI in Pula. Foto: PPMI.hr