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Kommentar zur touristischen Entwicklung Istriens von 1970 bis heute

Vilijam Zufic am 03.04.15 - Zuletzt aktualisiert am 06.04.2019 um 15:52 Uhr

Vor einigen Tagen gab es in der kleinen Facebook Gruppe Istrienfreunde eine lebhafte Diskussion um die weitere touristische Entwicklung der Halbinsel Istrien, die Wasserparks, die Gastronomie, 5-Sterne-Hotels, Einwanderer und weiteres. Bei den Kommentaren ging es auch darüber inwieweit bei dieser Entwicklung dem Umweltschutz, der Nachhaltigkeit und der Authentizität Istriens Rechnung getragen wird.

Gestern postete auch Herr Wolfgang Neuhuber in der Gruppe. Er holte für seine Erklärung bis zurück in die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts aus. Mit seiner Genehmigung bringen wir seinen Kommentar:

Alles hat immer zwei Seiten: Als Istrien nach dem Jugoslawien-Krieg beschloss, anstelle des Massentourismus der 1970-er und 1980-er Jahre nun verstärkt in mehr touristische Qualität zu investieren, war das Hinterland gerade am Aussterben. Die jungen Leute gingen weg, weil sie keine Arbeit fanden, die Landwirtschaft verfiel zusehends, weil sie keine Abnehmer hatte.

Ich persönlich schätze Camping- und Appartementurlaub sehr, aber es waren nicht diese Gäste, (die teilweise sogar ihre Lebensmittel selbst mitbringen), die hier eine Trendwende eingeleitet haben. Es waren und sind die Gäste der gehobeneren Hotellerie und Gastronomie, die bereit sind, jene höheren Preise zu bezahlen, die es der Landbevölkerung möglich machen, zu existieren. Das muss man einfach fairer Weise sagen.

Denn dadurch entstanden in den letzten Jahren wieder erstklassige Weingüter und Olivenölproduzenten, bäuerliche Betriebe konnten Agrarflächen rekultivieren, die zuletzt zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie bewirtschaftet worden waren, das vom Aussterben bedrohte Boskarin-Rind weidet nun wieder in Inneristrien, die Kulturszene konnte sich entwickeln und überall war man nun auch in der Lage, historisches Kulturgut aber auch bäuerliche Bautradition zu restaurieren. Erst dadurch konnte das brachliegende Hinterland mit seinen zahlreichen, verfallenen Häusern wieder zu jenem Juwel werden, das es heute ist.

Vor allem aber wurden durch den Tourismus jene wirtschaftliche Lebensgrundlagen geschaffen, die die entscheidenden Voraussetzung für viele junge Kroaten waren, aus allen Teilen Europas wieder nach Hause zurück zu kehren und – sei es an der Küste oder im Hinterland – Arbeit zu finden. Das war existentiell notwendig, um eine völlige Veralterung der Bevölkerung zu verhindern. Auch wenn es zweifellos die eine oder andere zu hinterfragende Tourismus-Entwicklung gibt: Istrien hat zum Glück (fast) keine Industrie, daher braucht es Wertschöpfung durch den Tourismus.

(In der weiteren Diskussion wurde der Industrietradition mehr an Bedeutung gegeben.)

2013 erhielt erstmals ein Österreicher die höchste Tourismus-Auszeichnung Istriens, die Capra d´Oro. Auf dem Foto von links: Gespan (Landeshaptman) von Istrien Valter Flego, Wolfgang Neuhuber, der kroatische Tourismusminister Darko Lorencin. Foto: Facebook
2013 erhielt erstmals ein Österreicher die höchste Tourismus-Auszeichnung Istriens, die Capra d´Oro. Auf dem Foto von links: Gespan (Landeshaptman) von Istrien Valter Flego, Wolfgang Neuhuber, der kroatische Tourismusminister Darko Lorencin. Foto: Facebook

Wolfgang Neuhubers PR Firma, die A.R.T. Redaktionsteam GmbH aus Salzburg, ist seit über einer Dekade sehr erfolgreich für die PR-Arbeit des Tourismusverbandes der Halbinsel zuständig. Die kleine PR Agentur kommuniziert das Angebot der Halbinsel nicht nur wie eine gewöhnliche Agentur, sondern treibt auch die Entwicklung Istriens „vom einstigen Massentourismusziel in eine der vielseitigsten Kultur- und Genussdestinationen Europas“ voran. Erstmals in der Geschichte des renommierten „Touristik-PR-Guides“ haben Deutschlands Reisejournalisten mit dem Salzburger A.R.T. RedaktionsTeam eine österreichische Agentur 2015 unter die Top 10 der besten Tourismus-PR-Agenturen im gesamten deutschen Sprachraum gewählt.